Kunstfeste

Fasching 1982, Kunterbunt
Foto
9 x 13 cm
Das nur noch als Foto dokumentierte Blatt gibt einen Eindruck vom Kunstfest "Landschlösschen" von 1984. Vermutlich handelt es sich um eines der wandhohen Hauptbilder, die die Gäste in der Künstlerinnenvilla jeweils motivisch einstimmten. Hier wandelt eine verführerische Dame bei untergehender Sonne durch einen üppigen Blumengarten. Das Motiv ist dekorativ vereinfacht und entbehrt nicht einer Prise Humor.

Fastnacht im Garten 1983
Foto
9 x 13 cm
Minzlaffs Kunstfest zum Fastnacht 1983 widmet sich dem Thema des Gartens über wandhohe Darstellungen von heimischen Osterglocken, einem Einblick in eine südliche Gartenfülle mit einladender Figur im antiken Kostüm und einer fröhlichen Fastnachtsversammlung vor einem Arrangement von Topfpflanzen. Papierlaternen, Kreppbänder in gelb und rot sowie farbige Wandfelder sorgen für ein durchkomponierte fantasiesprühende Huldigung des Gartens, die sich fotografisch überliefert hat.

oT (Mohr) 1986
Gouache / Packpapier
49 x 45 cm
Das Blatt, auf dem das stilisierte Antlitz eines Dunkelhäutigen mit herausgestreckter Zunge festgehalten ist, hat sich bis heute erhalten. Es handelt sich um eines der wenigen Originale von Minzlaffs imposanten Kunstfesten. Dieses Bild schmückte die Veranstaltung "Panoptikum" im Jahr 1986, wo es zusammen mit anderen ebenso frech-stilisierten Gesichtern ein weihnachtliches Wandbild mit Weihnachtsstern, Kerzen, Kugeln und Sternchen ergänzte und damit ironisierte.

Panoptikum (Fasching) 1986
Foto
9 x 13 cm
Die Fotoaufnahme von 1986 zeigt einen Ausschnitt der humoresken Festdekoration "Panoptikum", wo drei stilisierte karnevaleske Typen - ein Mohr, eine Dame mit Zylinder, ein Chinese - ihre Zunge herausstrecken. Sie ironisieren das weihnachtliche Wandbild mit Weihnachtsstern, Kerzen, Kugeln und Sternchen, dem sie zugeordnet sind. Die künstlerisch professionell durchgearbeiteten Bildnisse haben sich erhalten. Sie beweisen, dass Senta Minzlaff ihren Festen und den dazugehörigen verspielten Dekorationen dasselbe Interesse entgegen brachte, wie ihrer ernsthaften Malerei.

Zirkusgala 1988
Foto
9 x 13 cm
Die Fotoaufnahme der "Zirkusgala" von 1988 eröffnet Idee und Intention der Malerin bezüglich ihrer Kunstfeste. Für diese setzte sie ihre ernsthaften Motive und Motivgruppen, wie hier ihre gekonnten Tierbilder in berückend verspielte Darstellungen um. Die Qualität ihrer Malerei blieb erhalten und bot dem illustren Kreis der kostümierten und speziell ausgestatteten Gäste eine unvergessliche Umgebung.

Panoptikum (Fasching) 1986
Foto
9 x 13 cm
Auch diese Aufnahme vom Kunstfest "Panoptikum" 1986 zeigt das Vorgehen der Malerin bei der künstlerischen Ausgestaltung ihres Hauses. Collageartig fügte sie verschiedene Dekorationselemente zusammen. Beim "Panoptikum" überlagerte sie ihre weihnachtlichen Wandbilder mit hohen Bannern, auf denen sie fantastisch kostümierte Figurinen festhielt. Diesen galt derselbe hohe malerische Anspruch, wie bei Minzlaffs freien figürlichen Darstellungen.

Panoptikum (Fasching) 1986
Foto
9 x 13 cm
Die Aufnahme vom Kunstfest "Panoptikum" aus dem Jahr 1986 dokumentiert zum einen Minzlaffs freien Umgang mit ihrem ernsthaft erlernten Kunstfähigkeiten. Ihr Farb- und Formgefühl sowie ihre umfassenden Tier- und Pflanzenstudien kommen bei dekorativen und humoresken Umsetzung noch einmal voll zur Geltung. Tiere, Blumen und Wesen aller Art bevölkerten ihre wandhohen Festbilder und verwandelten die Wohnräume der Künstlerinnenvilla in einen Ort der Kunst und Fantasie. Die Kostümierung der Gäste inklusive Gastgeberin folgte einer Farb- und Themenvorgabe. Alles das sollte zu dem Gesamtkunstwerk beitragen, das die Malerin mit ihren Kunstfesten beabsichtigte.

Panoptikum (Nikolaus) 1986
Foto
9 x 13 cm
Die Aufnahme vom Nikolausfest "Panoptikum" 1986 bestätigt Minzlaffs Idee eines festlichen Gesamtkunstwerks. Ihre Gäste sollen Teil der Inszenierung werden, wo jedes Detail von der Fantasie und dem Kunstkönnen der Malerin bestimmt ist. Ob es die blauen Tischdecken, die gemalte blaue Rahmung ihrer Wandbilder oder die blaue gehaltene Kleidung der Gäste und der Gastgeberin waren. Ob es die stilisierten Büsten von Persönlichkeiten (darunter Napoleon) auf den Wandgemälden waren oder die dazugehörigen Kleinodien wie Engelsköpfe oder Kreise - alles folgte der Regie der Künstlerin.

oT (Luftballons)
Gouache / Papier
49 x 45 cm
Das Einzelblatt auf dem sich Luftballons in Pink, Orange, Rot, Blau und Gelb um eine kleine rote Teufelsfigur gruppieren, gehört zu den Dekorationselementen für die Kunstfeste von Senta Minzlaff. Das Dekorative, für das die Künstlerin ein eigenes Talent bewies, hatte in ihrer "ernsthaften" Malerei keinen Platz. Um so mehr kam es nun bei den künstlerisch inszenierten Festen in der Zeit des Spätwerks zur Geltung.

Prost Silvester 1976
Foto
13 x 9 cm
Das humoreske Blatt mit der Aufschrift "Prost, Prost, Prösterchen" gehört zur Ausstattung des Kunstfestes "Prost Silvester" 1976. Es ist eines der ersten Events der Malerin, auf dem sie begann, ihre künstlerische Kompetenz in Richtung eines völlig frei gestalteten Gesamtkunstwerks zu lenken. Nun ließ sie ihr Know-how in der Tier-, Pflanzen- und Menschendarstellung in eine einmalige Festdekoration einfließen. Das Motiv zeigt einen traditionellen chinesischen Teeverkäufer, der zum fröhlichen und gewiss nicht alkoholfreien Feiern auffordert.

Im Zirkus 1987
Foto
13 x 9 cm
Die Aufnahme des Kunstfestes "Im Zirkus" von 1987 bestätigt die Intention der Künstlerin, ihre Events als Gesamtkunstwerk zu inszenieren. Hier genießen zwei thematisch passend kostümierte Gäste das fantastische Ambiente mit Wandbildern und dekorativen Elementen. Hinter ihnen das Motiv eines bärtigen Gnomes in einer stilisierten Zirkusmanege, der mit einer tönernen Glocke das Fest einzuläuten scheint.
Mit ihren eigens gestalteten und inszenierten Kunstfesten scheint Senta Minzlaff die 30 Jahre ihres intensiven Kunstschaffens noch einmal zu reflektieren und zu bündeln. Als Essenz kombinierte sie ihre Werke mit fantastischen Festdekorationen: abstrakte Ornamente und wandhohe Papierbanner mit Tieren, Menschen, Landschaften und Interieurs, die ihre gesamte Künstlerinnenvilla für einen Tag bzw. Abend in einen Tempel, einen Zoo, ein Schloss oder ein anderes exotisches Domizil verwandelten. Damit stellte sich Senta Minzlaff instinktiv in die Tradition der Malerfürsten und ihre legendären Kunstfeste und krönte sich selbst und den Kreis der geladenen Gäste.