Biografie
Biografie
Senta Minzlaff, geb. Senta Edith Emma Margarete Runkel
*19.09.1909 in Tegel, +02.02.1999 in Berlin
Vater: Karl Runkel, Dr. phil der Chemie, aus Rangsdorf/Rheinland-Pfalz,
Mutter: Käthe Runkel, geb. Hagen aus Berlin-Kreuzberg. Senta wächst in Berlin-Tegel auf
30.09.1930 Abitur am Lyzeum, Berlin-Tegel (Jungenschule, Senta ist eine von vier Schülerinnen)
ab 1930 Studium der Zahnheilkunde in Heidelberg, Würzburg und Berlin. Praktizierte als Zahnärztin mit ihrem Mann (nach 1945 Führung der Zahnarztpraxis, bis zur Entnazifizierung von Friedrich)
05.02.1938 Ehe mit dem Zahnarzt Dr. Friedrich Minzlaff (1911-1994)
1940 Geburt der Tochter Monika,
1940er Jahre Evakuierung, Friedrich diente im Krieg als Lazarettarzt, kehrte schwer verwundet zurück,
1943 Geburt der Tochter Marita
1948 große Not während der Berlinblockade
1954/55 Tod der Eltern, die Senta pflegte. Start der Karriere als Künstlerin
Nach 1958 Ausbildung in der HdK-Klasse für Hochbegabte aus kunstfernen Berufen bei Bernhard Wilhelm Borchert jun. (1910-1971)
Stilentwicklung:
1930er Jahre kleinformatige Illustrationen, u.a. in Briefen 1940er Jahre Zeichnungen von Urlaubslandschaften, Portraits, Kinderportraits, Milieus.
1950er Jahre Entwürfe für Glasfenster zu einer Afrika-Ausstellung, abstrakte Experimente
1958 kunstprägende Reise über Italien, Griechenland, Tunesien, Syrien nach Ägypten
Ende 1950er Jahre in der Borchert-Klasse Monotypien, Reiseimpressionen, Tier- und Landschaftsbilder, erste großformatige und starkfarbige Portraits, Akt- und Modellübungen. Realistische Farbigkeit
Ab ca. 1962 völlig freie expressive und farbensprühende Malerei in verschiedenen Techniken. Motive: Tiere, Pflanzen, Landschaften, Atelierszenen, Figürliches und Portrait, ethnologische Kulturobjekte, Traumbilder und Fantasieszenen in subjektiver, vom Objekt losgelöster Farbigkeit
1967 kunstprägende Mexikoreise, vermutlich schamanische bewusstseinserweiternde Erfahrungen 1969 Erstellung des Bildbandes „Mexiko sah mich an“ mit Schwarzweißmotiven präkolumbianischer Mythologien und Fantasieszenen
1973 kunstprägende Brasilienreise, zentrale Serie großformatiger farbiger Motive: Studentenunruhen, Dschungel, Rio, Brasilia
1974 kunstprägende Madeirareise, zentrale Serie kleinformatiger, starkfarbiger Filzstiftzeichnungen von der Insellandschaft
1976-1990 Inszenierung von Kunstfesten mit Motti zu Fasching, Ostern, Nikolaus und Weihnachten. Ausgestaltung des gesamten Hauses mit wandhohen Tableaus auf Packpapier in Kombination mit bestehenden Werken. Themen: Zirkus, Tierwelt, Piraten, Panoptikum, Schlösserwelten, ein Herz für Tiere
1990 eines der letzten Bilder „Memento Mori“ im Angesicht der schweren Erkrankung des Ehemannes 1994 Tod von Friedrich, daraufhin zunehmender eigener körperlicher und geistiger Abbau. Letztes Lebensjahr im Heim
1999 Tod und Bestattung auf dem Friedhof Bergstraße in Berlin-Steglitz

mit Familien und Freunden am 5. Februar 1938
Fotograf: Willi Klebbe Neukölln

Foto privat ca.1960

Foto privat
Mitgliedschaften:
Verein der Berliner Künstlerinnen e.V. (1965-1999)
GEDOK Berlin e.V. (1980er-1999)